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Die Behandlung mit Spendersamen wird auch als heterologe Insemination ( oder AID = Artificial Insemination by Donor ) bezeichnet. Das Prinzip dieser Behandlungsform: nicht die Samenzellen des Ehepartners ( homologe Insemination) werden verwendet , sondern kryokonservierte (eingefrorene) Spermatozoen von Samenspendern. Neben der Insemination gibt es auch die heterologe IVF, also IVF, bei der Spendersamen verwendet wird. Diese Methode bedarf der Genehmigung einer von der Ärztekammer bestellten Ethikkomission. Es wird angenommen, daß in der Bundesrepublik Deutschland seit 1970 bereits mehr als 50.000 Kinder nach heterologer Insemination geboren wurden. Voraussetzungen seitens des Paares für eine heterologe Inseminationsbehandlung: - Absolute Zeugungsunfähigkeit des Ehepartners ( Azoospermie ),
- genetische Defekte ( z.B. Klinefelter Syndrom ),
- wenn alle Möglichkeiten der assistierten Reproduktionsmedizin im homologen System ausgeschöpft sind und eine Adoption nicht möglich ist.
Besteht bei einem Ehepaar die Indikation zur heterologen Insemination, so sollte bei beiden Partnern ein ausgeprägter Kinderwunsch vorhanden sein. Außerdem ist eine harmonische Partnerbeziehung eine Voraussetzung für diese Behandlungsmethode. Unsere Praxis betreibt in Kooperation mit der Fa. Cryostore* GmbH eine eigene Samenbank. Diese Samenbank, europaweit eine der größten Einrichtungen dieser Art, verfügt ständig über mehrere Tausend Spermaproben.
Prof. Dr. med. Th. Katzorke ist Vorsitzender des Arbeitskreises Donogene Insemination e.V. Lesen Sie die Stellungnahme von Prof. Katzorke zu dieser Behandlungsform: |